Jugendbuchwochen „Spanien“

Filmreihe zu den spanischen Jugendbuchwochen, 8. bis 22. Juni 2010



Projektstart: 8.6.2010
Projektabschluss: 22.6.2010

"Spanien" ist das diesjährige Land der Kölner Jugendbuchwochen. Das jfc Medienzentrum beteiligt sich mit einer Filmreihe zum Thema.

Jugendbuchwochen „Spanien“An den jährlichen Jugendbuchwochen in Köln, die in diesem Jahr Spanien gewidmet sind, beteiligt sich das jfc Medienzentrum wieder mit einem Filmprogramm. Fünf Filme, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Land Spanien befassen, bieten Lehrern und ihren Schulklassen die Möglichkeit, den Unterricht ins Kino zu verlegen. Mit „El Cid“ und „Station 4“ stehen zwei der bekanntesten spanischen Kinderfilme auf dem Programm. Die Titel „Goya“ und „Pans Labyrinth“ beschäftigen sich auf visuell eindrucksvolle Weise mit der spanischen Geschichte. Zum Ausprobieren gedacht ist die Vorführung des Stummfilms „Carmen“ und die musikalische Begleitung durch das Projekt „Stummfilm:DJ“, die zielgruppengemäß abends um 19.00 Uhr angeboten wird. Veranstaltungsort ist das Odeon Kino, Severinstr. 81, 50678 Köln.




Dienstag, 8. Juni, 10.00 Uhr im Odeon Kino

El Cid – Die Legende


Spanien 2003, Buch und Regie: José Ponzo, 90 Min., FSK: 6, empfohlen ab 8 Jahren

Zeichentrickfilm über den bekannten spani¬schen Nationalhelden, der im Mittelalter die Christen vereinte und in den Kampf gegen die islamischen Almo¬raviden führte.

Es ist nicht falsch, bei der Legende um „El Cid“ einen spanischen Gründungsmythos zu vermuten: El Cid gab es tatsächlich, er hieß Rodrigo Diaz de Vivar und lebte von 1040 bis 1099. Am Hof des Königs von Kastilien aufge¬wachsen, wurde er verbannt und geächtet. Trotzdem stürzte er sich für eben diesen König in den Kampf gegen die anrückenden islamischen Almoraviden und eroberte gemeinsam mit seinem maurischen Freund, dem Prinzen Al Mutamin, mit wagemutigen Heldentaten Zaragoza zurück. Bis heute wird die Geschichte von „El Cid“ zu den schönsten mittelalterlichen Heldengesängen gezählt. Der Film setzt die Geschichte auf moderne Weise in eine Trickfilmgeschichte für das jüngere Publikum ab acht Jahren um.




Mittwoch, 9. Juni, 19.00 Uhr im Odeon Kino

Carmen


Stummfilm, Deutschland 1918, Regie: Ernst Lubitsch,
ca. 70 Min., mit: Pola Negri, empfohlen ab 14 Jahren
Stummfilmvorführung mit DJ-Begleitung,
eine Gemeinschaftsveranstaltung mit

Stummfilm:DJ



Diese Veranstaltung nähert sich dem Thema „Spanien“ auf gänzlich neuem Wege. Die Aufführung des Stummfilms „Carmen“ von Ernst Lubitsch wird begleitet durch den DJ Kernes aus der Gruppe Stummfilm:DJ.

Der Film basiert auf der Novelle von Prosper Mérimée aus dem Jahr 1847, die auch schon der gleichnamigen Oper als Vorlage diente: Der Dragoner Don José lernt in Sevilla die Zigarettenfabrikarbeiterin Carmen kennen. Die attraktive Zigeunerin wird nach einer Schlägerei in der Fabrik verhaftet. Don José verliebt sich rettungslos in die Schöne und verhilft ihr zur Flucht, woraufhin er aus der Armee verstoßen wird. Er lebt als Schmuggler und kann endlich Carmen ganz nahe sein. Doch schon bald muss Don José erkennen, dass der Stierkämpfer Escamillo das Herz Carmens gewonnen hat.
Die Begleitung des Films durch einen DJ interpretiert den Film neu und bringt die Wahrnehmung dieses Klassikers der Filmkunst heutigen Hör- und Sehgewohnheiten nahe. Dabei stehen Musik und Bild gleichberechtigt nebeneinander und ergänzen sich. Weitere Informationen: www.stummfilmdj.de





Dienstag, 15. Juni, 10.00 Uhr im Odeon Kino

Station 4


Spanien 2003, Buch und Regie: Antonio Mercero, 100 Min., Original mit Untertiteln nach dem Theaterstück „Los Pelones“ von Alberto Espinosa, FSK: 6, empfohlen ab 10 Jahren

„Station 4“ ist eine Komödie (!) über krebskranke Jungen auf der Station 4 des Kranken¬hauses. Der Film ist der erfolgreichste spanische Kinderfilm der letzten Jahre.

Angeführt von dem liebenswerten Großmaul Miguel wollen die durch Chemotherapie kahl gewordenen Freunde nur eins sein: ganz normale Jungs. Manch fieser Arzt wird ausgetrickst, nächtliche Geheimtreffen werden organisiert und sie entdecken die erste Liebe. Heiße Rollstuhlrennen sind heimliche Höhepunkte auf den sterilen Krankenhausfluren, und schlechte Blutwerte können sie sowieso nicht davon abhalten, neue Streiche auszuhecken.
Ohne Sentimentalität, dafür mit einem gehörigen Schuss schwarzen Humor und einem fast beiläufigen Realismus ist „Station 4“ ein zutiefst bewegender Film, der in Spanien mit über einer Million Kinozuschauern sensationell erfolgreich war, der als bester Film für den spanischen Filmpreis „Goya“ nominiert war und bei Filmfestivals rund um die Welt zahlreiche Preise abgeräumt hat.




Donnerstag, 17. Juni, 10.00 Uhr im Odeon Kino

Goya


Italien/Spanien 2000, Regie: Carlos Saura, 100 Min , FSK: 12 , empfohlen ab 16 Jahren

Das Leben des spanischen Malers Francisco de Goya, erzählt in einer Reihe von Rückerinnerungen, Visionen und Albträumen, die sich weitgehend im Kopf des genialen Malers abspielen.
Goya lebte von 1746 bis 1828. Bis heute verkörpert er das Urbild des Künstlers zwischen Genie und Anpassung, zwischen der Arroganz der Macht und der Freiheit des künstlerischen Ausdrucks. Sein Aufstieg am Hofe Carlos IV., seine anklagenden Bilder gegen die Schrecken des Krieges und besonders seine Liebe zu Cayetana, der Gräfin von Alba, waren schon häufig Thema für Film und Literatur. In dieser Verfilmung durch Carlos Saura, dem wohl bekanntesten spanischen Filmregisseur, steht Goya aber auch für die Tragödie der spanischen Geschichte, für die Tragödie eines rückschrittlichen, im mittelalterlichen Klerikalismus erstarrten Landes, für den Geist der Inquisition, dem die Ideen der Moderne und der Aufklärung fremd geblieben sind.
„Goya“ ist aber auch eine Hommage an die spanische Malerei. Carlos Saura hat den Film seinem verstorbenen Bruder Antonio gewidmet, einem der bedeutendsten Meister der neueren spanischen Malerei. Gemeinsam mit ihm entdeckte Saura das Werk Goyas im Prado in Madrid. „Mit Goya beginnt die moderne Malerei“, sagt Saura, und er versucht, dessen Visionen des Schreckens, des Burlesken und des Grotesken in diesem Film umzusetzen. „Goya“ ist kein leicht konsumierbarer Film, kein Film der leichten Identifikation – vielmehr eine Vision von Licht und Schatten, von Vergänglichkeit, die besonders durch das Spiel der Darsteller und den Sog der Bilder fasziniert.




Dienstag, 22. Juni, 10.00 Uhr im Odeon Kino

Pans Labyrinth


Spanien/Mexiko/USA 2006, Buch und Regie: Guillermo Del Toro, 119 Min.,FSK: 16, empfohlen ab 16 Jahren

Dieser bildgewaltige fantastische Film bietet in Form einer phantasmagorischen Genre-Melange eine Gegenwelt für den „Horror Wirklichkeit“ und kreiert eine bittere Betrachtung der spanischen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts.

Die kleine Ofelia zieht mit ihrer schwangeren Mutter zum Stiefvater ins ländliche Nordspanien. Der Stiefvater hat dort – im Jahr 1944 kurz nach General Francos Sieg – den Auftrag übernommen, die republikanischen Rebellen zu bekämpfen. Seine Brutalität, Unberechenbarkeit und das schwere Verhältnis zu ihm lassen Ofelia in eine geheimnisvolle Fantasiewelt flüchten, welche von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen bevölkert ist. In ihrem neu erschaffenen Kosmos findet das Mädchen nicht nur Zuflucht, sondern wird mit Ängsten und Träumen konfrontiert, welche ihr helfen, den Schrecken der Realität zu trotzen.
Spätestens mit diesem Film, der ihm drei „Oscars“ und weitere drei Nominierungen einbrachte, beweist das Kino-„Enfant Terrible“ Guillermo Del Toro, dass er zu den interessantesten Filmemachern der Gegenwart gehört. In ausgesucht poetischen und originellen Bildern erzählt Del Toro eine Geschichte des Horrors im Spanien des ersten Jahrzehnts nach dem Bürgerkrieg. Sein Film steht seinen vorangegangenen Werken sowohl im Hinblick auf grenzenlose Kreativität und visuelle Dynamik als auch in der bitteren Darstellung der spanischen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts in keiner Weise nach.




Veranstaltungsort:

Odeon Kino


Severinstr. 81, 50678 Köln
Tel.: 0221 – 283 42 99

Information und Anmeldung für Gruppen (dringend erforderlich) bei:

jfc Medienzentrum


Tel.: 0221 – 130 56 150
Fax: 0221 – 130 56 15 99

Eintritt: € 3,00

Eine Veranstaltungsreihe des:


jfc Medienzentrum



Hansaring 84-86, 50670 Köln,
Tel.: 0221-13056150, Fax: 0221-130561599
Mail: info@jfc.info; Web: www.jfc.info

Die Spanischen Jugendbuchwochen werden veranstaltet von: Kulturamt der Stadt Köln, SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln, StadtBibliothek Köln, Katholische Öffentliche Büchereien, jfc Medienzentrum Köln.

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