MedienConcret KINDER- UND JUGENDFILM erschienen

Zwischen Unterhaltung, Anspruch und Vermittlung




2017 | MedienConcret wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) und dem jfc Medienzentrum herausgegeben und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.



Diese MedienConcret will Lust machen auf spannendes Kino, auf kreative Formen der Filmbildung und auf kulturelle Vielfalt mit vielen lebendigen Filmveranstaltungen, von, mit und für junge Leute.


Zeit für eine Liebeserklärung an das Kinder- und Jugendkino.


Tolle Filme für ein junges Publikum sind ein Stück Magie, entführen in unentdeckte, nie gesehene Welten − oder sind ganz nah dran an der Lebenswelt der Heranwachsenden. Im positiven Sinne können sie das Leben junger Leute bereichern. Doch während Smartphones, Games oder Internet als aktuelle Jugendmedien alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist das „alte“ Medium Film in der Medienpädagogik zusehends aus dem Fokus geraten. Dabei werden weiterhin jede Menge sehenswerter Filme produziert und auch geschaut. Spüren Sie doch einmal in einem „Palast der Träume“ zusammen mit den jüngsten Zuschauern der Faszination von Filmen nach und sehen Sie, wie aktiv sich Kinder das Geschehen auf der Leinwand aneignen. Apropos: Was macht eigentlich einen guten Kinder- und Jugendfilm aus?

Licht aus, Film ab!


Licht aus, Film ab! Zelluloid war gestern, längst sind die Kinos digital geworden und zudem viele neue Orte des Filmsehens entstanden. Film ist heute Kulturgut, aber auch digitales Fast Food; schnell reingezogen, um lästige Wartezeit zu verkürzen. Immer häufiger scheint es egal zu sein, ob ein Film im (Heim-)Kino, in 3D oder auf Netflix läuft; in der Not tut´s auch mobil das Handy im Stream, z.B. vom illegalen Server in Togo. Was heißt denn überhaupt „Film“ heutzutage − fallen darunter auch YouTube, Videos, Serien? Inwieweit verändert die digitale Technik Produktion und Rezeption?
Was der Alltag verwehrt, hat das Kino zu bieten. Populäre Blockbuster bringen die Emotionen in Aufruhr und entführen in fantastische Welten. Jugendliche mögen bombastische Medienspektakel, deren Helden und Geschichten bevölkern ihre Träume, bieten Identifikationsmomente für ihre Nöte und Ängste. Doch nicht zu vergessen: Jenseits des Action-Mainstreams gibt es eine Fülle von aktuellen und klassischen Arthousefilmen mit Jugendlichen im Mittelpunkt, die vom Erwachsenwerden und Zu-sich-selbst-finden erzählen – höchst unterhaltsam und/oder informativ. Welche Filme sind besonders beliebt bei Jugendlichen? Welche Botschaften, welche Rollenmuster werden hier transportiert?


Entdecke die Vielfalt.


Filme aus aller Welt fördern die kosmopolitische Weltsicht und Toleranz. Leider ist das Kinoprogramm für Kinder in den Kinos mit den vielen US-Computeranimationen und deutschen Kinderbuchverfilmungen recht begrenzt. Doch Licht ist am Horizont, denn der „Independent“-Kinderfilm erfährt gerade eine spezielle Förderung. Gut, dass neben Kinderfilm¬festivals und engagierten Verleihern auch Akteure der kulturellen Filmarbeit das Angebotsspek¬trum durch internationale, sehenswerte Kinder- und Jugendfilme ergänzen. Welche Themen − zwischen Unterhaltung und dem Schrecken der Welt − greifen aktuelle Produktionen auf?

Auf Augenhöhe


Das ist der Titel von Evi Goldbrunners wunderbarem Film, der den deutschen Filmpreis gewann und in diesem Heft in vielen Artikeln immer wieder auftaucht. Gleichzeitig taugt aber „Auf Augenhöhe“ auch als Motto für eine Filmbildung, die Kinder ernst nimmt und nicht belehren will, die die Filmgeschichte spannend aufzubereiten vermag, aber auch neuen Medien und Aneignungsstilen junger Leute gegenüber aufgeschlossen ist. Medienpädagogische Filmarbeit zielt heute auf die Entwicklungspotenziale des jungen Publikums – mit Filmen, die das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken und ihnen Problemlösungsstrategien aufzeigen. Filmbildung kann Denkanstöße zu vielfältigen Themen liefern und junge Leute dabei unterstützen, Filme lesen zu lernen und aus dem Overkill der filmischen Angebote auswählen zu können. Filme sehen − aber auch das Filme-Drehen − vertiefen das Verständnis von Welt und ihrer Darstellung im Film, wobei wir in diesem Heft das weite Feld der praktischen Filmarbeit nur am Rande behandeln können.

MedienConcret wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) und dem jfc Medienzentrum herausgegeben und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Die aktuelle Ausgabe der MedienConcret „Medien und Migration“ kann für 7,- Euro zzgl. Porto bei den Herausgebern, dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum und dem jfc Köln bestellt werden.

Bestellungen bitte unter: info@jfc.info


7,-€ zzgl. Porto

Publikationstyp: Fachzeitschrift

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