Lebensweltbezogene Medienarbeit

Lebensweltbezogene Medienarbeit

Lebensweltbezug und Partizipation sind Begriffe, die aus der Jugendhilfe nicht wegzudenken sind. Sie stehen für die grundsätzliche Herausforderung zu prüfen, ob die aktuellen Bedingungen des Aufwachsens den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Kindern und Jugendlichen entsprechen. Wo Bedingungen entstehen, die die mögliche Entwicklung der Persönlichkeit einschränken gilt es, im Sinne der Sicherung gleicher Lebenschancen aktiv zu werden. Nicht nur auf Seiten der Pädagogik, sondern auch in Politik und Gesellschaft. Pädagogik kann im Interesse der Kinder und Jugendlichen frühzeitig auf problematische Entwicklungen hinweisen, Handlungsempfehlungen geben und vor allem: selbst Methoden ausgleichender Interventionen erfinden und umsetzen. Für uns als Medienpädagogen gilt es zu prüfen, ob und wie Kinder und Jugendliche alle Chancen zur Selbstentfaltung und zur Welterschließung, die ihnen die heutige Medienwelt bietet, für sich nutzen und sie zu unterstützen, wo dies nicht gegeben ist. Es gilt zugleich zu prüfen, ob und wie mediale Entwicklungen gerade diese Chancen mindern und Kinder und Jugendliche vor schädlichen medialen Einflüssen zu schützen. Medienpädagogik ist somit Teil der kulturellen Bildung und des Jugendschutzes.

Lebensweltbezogene Medienarbeit in einem Fachbereich zu bündeln bedeutet nicht, dass dies keine Querschnittsaufgabe wäre, sondern soll diese Aufgabe mit Nachdruck sichern. Hier kommt es insbesondere darauf an, die alltägliche Mediennutzung aufzugreifen und Medien zu nutzen, um u. a. politische Orientierung in der jeweiligen Lebenswelt zu fördern.

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