Frau vor einem Computerbildschirm im Hintergrund Menschen an einem anderen Computer

Das Modellprojekt „We track KI“ endet mit einer inspirierenden Netzwerktagung

Beim Fachforum Künstliche Intelligenz im jfc Medienzentrum wurde ausprobiert, diskutiert – und viel dazugelernt. Präsentiert wurden Workshops, Erkenntnisse und grundlegende Methoden für die Arbeit mit KI in der Medienbildung, die während des zweijährigen Modellprojekts „We tack KI“ (gefördert vom Landschaftsverband Rheinland) entstanden sind.

An sechs Stationen konnten Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, Expert:innen aus der Kulturellen Bildung und interessierte Studierende unter anderem mit einem Alphamale-Bot chatten, sich von einem Popcorn-Orakel die Zukunft vorhersagen lassen und so in die Welt der KI-Agenten und Mega-Prompts eintauchen.

An einer Audio-Station wurde die eigene Stimme mit Hilfe von generativer KI geklont und an einer Fotostation konnten Porträtaufnahmen der Teilnehmer:innen verfremdet, bewusst manipuliert oder in andere Umgebungen versetzt werden. Beide KI-Tools basieren auf Open- Source-Lösungen, die Unabhängigkeit von großen Tech-Unternehmen und mehr Datensicherheit bieten. Denn Fotos und Audios werden hier nur auf lokalen Servern vor Ort gespeichert.

Eine weitere wichtige Station war die zum Thema „KI und Schreiben“. Hier wurde ein während des Projekts entwickeltes Kartenset ausprobiert, das flexibel in verschiedenen Workshop-Settings eingesetzt werden kann. Auf den Karten findet man Schreibaufgaben, die mal analog und mal mit Hilfe von generativen KI-Textanwendungen – wie zum Beispiel ChatGPT, Perplexity oder Mistral – gelöst werden sollen. Aufgeteilt sind die Aufgaben in die Bereiche „Gebrauchstexte“, „kreatives Schreiben“ und „Recherche“.

Nach der ausgiebigen Experimentierphase gab es am Ende der Veranstaltung noch viel Raum für Austausch und Diskussionen. In einem Worldcafé-Format diskutierten die Teilnehmer:innen in Kleingruppen unterschiedlichste Themen von „KI – Was macht Spaß? Was nicht?“ bis zu „KI und Ethik“. Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Aufgabe Kinder- und Jugendliche im Bereich KI zu informieren und kritisch kreativ mit den Tools umzugehen ist eine große und wichtige Herausforderung. Sie erfordert: ständige Weiterbildung von Fachkräften; Aufkärung über BigTech-Unternehmen, Datenschutz und die Funktionsweisen generativer KI; Aufzeigen von alternativen Technologien; Förderung von Reflexionsfähigkeit, kritischem Denken und Vertrauen in die eigenen kreativen Fähigkeiten. (cc)

Ausgewählte KI-Workshops und Materialen wie das Kartenset können hier zeitnah heruntergeladen werden.