Bild mit Text: GMK-Stellungnahme: kein Social Media Verbot, aber Regulierung

Die Debatte über strengere Regeln für soziale Medien gewinnt auch in Deutschland an Dynamik.

Aus medienpädagogischer Sicht ist es zu begrüßen, dass Politik und Öffentlichkeit stärker über die Regulierung großer Plattformen diskutieren – etwa bei Algorithmen, Schutzmechanismen und Transparenz. Reine Verbote oder verpflichtende Identitätsnachweise greifen jedoch zu kurz und könnten Kinder und Jugendliche ausschließen. Wichtig bleiben daher auch Bildung, Begleitung und die Förderung von Medienkompetenz. Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) hat dazu eine aktuelle Stellungnahme veröffentlicht, die sich für Regulierung statt pauschaler Verbote ausspricht.

Unser Dachverband (wir schließen uns an) die GMK begrüßt dabei die Debatte um den Schutz junger Menschen in sozialen Medien, lehnt jedoch pauschale Verbote ab. Soziale Medien seien zentrale Lebensräume für Kinder und Jugendliche, in denen sie kommunizieren, lernen und gesellschaftlich teilhaben.

Statt restriktiver Maßnahmen fordert die GMK eine zielgerichtete Regulierung der Plattformen, mehr Transparenz bei Algorithmen und Schutzmechanismen gegen manipulative Nutzung. Zugleich sollten junge Menschen stärker in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse eingebunden werden, etwa über Jugendbeiräte oder partizipative Formate.