KI-Training gegen Alpha-Sprüche: Ein voller Erfolg beim Fachtag in Unna

Wie gehen wir mit frauenverachtenden Narrativen im Netz um? Am 19. März waren wir in der Lindenbrauerei in Unna zu Gast, um beim Fachtag zu „Toxischer Männlichkeit“ ein experimentelles Workshop-Format auszuprobieren. Das Ergebnis: Spannende Diskussionen, volle Räume und eine KI, die uns herausfordern möchte.

Andrew Tate, „Alpha-Male“-Content und TradWifes – die Algorithmen auf TikTok und Instagram spülen derzeit massiv Inhalte in die Feeds von Jugendlichen, die einem modernen, geschlechtergerechten Weltbild widersprechen. Doch wie reagiert man als Fachkraft oder Peer, wenn diese Narrative plötzlich eins zu eins im Alltag landen?

Experimentelles Lernen: Rollenspiel mit dem Chatbot

In unserem Workshop sind wir diese Herausforderung ganz praktisch angegangen. Nach einer Analyse der aktuellen „Alpha-Male-Bubble“ und der Rolle von KI bei der Verbreitung rechtsextremer und misogyner Inhalte wurde es experimentell: Wir haben ChatGPT als Sparringpartner genutzt.

In einem eigens konzipierten Rollenspiel übernahm der KI-Assistent die Rolle eines Jugendlichen, der tief in die Argumentationsmuster der Alpha-Males eingetaucht ist. Die Teilnehmenden – ein Mix aus Fachkräften und jungen Menschen – konnten so in einem geschützten Raum Gegenstrategien austesten.

Dialog auf Augenhöhe

Besonders wertvoll war der direkte Austausch zwischen den Generationen. Dass der Fachtag im Tandem-Prinzip (Fachkräfte und Jugendliche gemeinsam) stattfand, gab unserem Workshop eine besondere Dynamik. Die jungen Teilnehmenden konnten wertvolle Einblicke in ihre digitalen Lebenswelten geben, während die Fachkräfte methodische Sicherheit gewannen. Das Feedback war durchweg positiv: Das experimentelle Format kam super an und zeigte, dass KI nicht nur Teil des Problems (bei der Verbreitung von Hate Speech), sondern auch Teil der Lösung in der Bildungsarbeit sein kann.

Jetzt buchen!

Unser Workshop zur „Toxischen Männlichkeit“ ist flexibel gestaltbar (ca. 2–3 Stunden) und kann ab sofort für Einrichtungen, Schulen oder Konferenzen gebucht werden. Wie zeigt sich toxische Männlichkeit online? Und wie gehe ich mit Jugendlichen um, die frauenverachtende Narrative von sogenannten Alphamale-Influencern übernommen haben? Gemeinsam beleuchten wir das Thema, zeigen Beispiel-Videos aus der Alphamale-Bubble und informieren darüber, wie KI zur Verbreitung von frauenverachtenden und rechtsextremen Inhalten beiträgt. Im praktischen Teil  probieren wir  im Rollenspiel mit einem ChatGPT-Assistenten Gegenstrategien aus. Der Chat-Bot übernimmt dabei die Rolle eines Jugendlichen, der die Argumente der Alphamale-Bubble übernommen hat. Abschließend werden  Erfahrungen ausgetauscht und  Der Ablauf ist flexibel (2–3h) und passt sich euren Bedürfnissen an. Ab sofort buchbar.

(cc) (fm)

Foto aus dem Workshop des jfc