Alle Artikel und Beiträge
Mit Code die Welt verbessern
Hacker haben medial ein eher schlechtes Image: Hacken, das ist doch irgendwie illegal oder zumindest anrüchig. In Wirklichkeit stammen die Begriffe aber aus einer Szene, in der es stark um Gesellschaftskritik geht. Die sogenannte „Hacker:innen-Ethik“ aus der Frühzeit der Computergeschichte prägte nicht nur eine Kultur, sondern auch ein medienpädagogisches Projekt im 21. Jahrhundert: Das unabhängige Förderprogramm JUGEND HACKT bezieht sich schon im Namen auf eine Hackerszene, die in Deutschland in den 1980er-Jahre entstand und seitdem im Wandel ist. | 2021 Philip Steffan
„Das geht nicht einfach wieder weg.“
Mehr Games, Fernsehen, Internet – der gesteigerte Medienkonsum Jugendlicher, den massiven Einschränkungen durch Corona geschuldet, verschwindet sicherlich nach der Krise wieder. Andere Nachwirkungen wiegen höher, denn die psychische Belastung ist für junge Menschen besonders hoch. Manche Jugendliche werden sich angesichts der ihnen durch Covid-19 „gestohlenen Zeit“ als widerstandsfähiger erweisen als andere, die meist eh schon benachteiligt sind. – Um den Lebensgefühlen der Jugend, ihren Werten, Interessen, Hoffnungen auf die Spur zu kommen, hilft es, die aktuellen Jugendstudien zurate zu ziehen. | 2021 Bernward Hoffmann
Im Banne der Geborgenheit
Erst neues Phänomen, dann Trend, heute Freizeitaktivität wie jede andere: der Serienmarathon, auch „Binge-Watching“ genannt. Allein das Wort ist mittlerweile fest im alltäglichen Sprachgebrauch verankert. Gerade für Jugendliche, die mit Erfolgsserien wie „Tote Mädchen lügen nicht“, „Stranger Things“ und „Riverdale“ willkommene Anlässe haben, um stundenlang vor dem Bildschirm zu verbringen. Aber was macht das Binge-Watching eigentlich so beliebt? Wie schaffen es Streaming-Portale und Serienmacher:innen, uns so lange an ihre Inhalte zu fesseln? Und besteht Grund zur Sorge wegen negativer Folgen des ausschweifenden Seriengenusses– oder hat das alles auch etwas Gutes? Ein kurzer Ritt durch die aktuelle Streaming- und Serien-Welt – mit Inspirationen für Sie selbst und für den Umgang mit Jugendlichen. | 2021 Marius Hanke
Vom Wandervogel zur Generation 4.0
Jugendkultur funktioniert heute anders als noch vor 20 oder 30 Jahren. Es existiert eine Vielfalt an Haltungen, Engagement, Vorstellungen, Lebensentwürfen, individuellen und sozialen Prägungen, kulturellen Praxen und Gestaltungsspielräumen. Und das Internet ist bei allen jugendkulturellen Trends zentral. Die aktuelle Jugend wie auch die Jugendkultur heute zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass alles möglich scheint − Chancen und Risiken inklusive. Dies schafft ein großes Potenzial für die kulturelle, medienpädagogische und politische Bildungsarbeit. | 2021 Gabriele Rohmann
Wenn Seemannsgarn zum Online-Hype wird
Wird der mediale Mainstream erreicht, ist der Zenit überschritten − diese Weisheit gilt seit jeher für die Popkultur, auch für ihre jugendaffinen Online-Dienste. Seit dem viralen Erfolg des Songs „Wellerman“, dem von TikTok aus der Sprung an die Spitze der weltweiten Musik-Charts gelang, müsste demzufolge die Erfolgsgeschichte des Webvideo-Portals an einem Wendepunkt angelangt sein. Warum es sich dennoch lohnt, TikTok und die Nutzungsgewohnheiten der Jugendlichen im Blick zu behalten, und wie dieses Portal seinem Ruf als Tanz-Clipshow entkommen ist, erläutert dieser Beitrag, ohne eine kritische Einordnung aus dem Blick zu verlieren. | 2021 Björn Friedrich und Milena Weidler
Stories, Mediendesign und Extended Reality
Geben wir es doch zu: Die Beschäftigung mit Kulturinstitutionen und (Hoch-)Kultur im Allgemeinen stehen bei Jugendlichen auf ihrer Prioritätenliste nicht ganz oben. Doch bei Projekten der Kulturellen Bildung wie beispielsweise dem Kulturcaster MediaLab des jfc Medienzentrums wurde auch die Erfahrung gemacht, dass digitale Tools für Jugendliche attraktiv sind und viele neue Chancen für kreative Prozesse eröffnen. Emojis selber gestalten, originell designte Posts erstellen oder eigene Kunstwerke in neue Umgebungen arrangieren − Mikroformate, die sich auf dem Smartphone gut kombinieren lassen, bieten spannende, leicht handhabbare Möglichkeiten für den jugendlichen Selbstausdruck. | 2021 Michelle Adolfs
Kreativ in Virtual Reality – Tipps zu Gestaltungstools
Zeichnen, Malen und Welten in 3D gestalten: Virtual Reality ermöglicht ganz eine neue Erfahrung für die kreative Entwicklung. Mit den Controllern in der Hand kann lebensgroß und frei im Raum gestaltet werden. Die Immersion, das Eintauchen in die virtuelle Welt, erzeugt mehr als nur fulminante Aha-Effekte mit Farben und Zeichnung. Wir stellen die gängigsten Tools vor. | 2021 Michelle Adolfs
Die digitale Umwelt gestalten – die Umwelt digital gestalten?
Vom Online-Planspiel Jugendklimakonferenz über eine Social Media Redaktion zu Nachhaltigkeitsthemen bis hin zum Repair-Café – es gibt viele Möglichkeiten, wie die Kinder- und Jugendmedienarbeit das Jugendinteresse an Umweltthemen aufgreifen und junge Leute dabei unterstützen kann, unsere (Medien-)Welt lebendiger und gerechter zu gestalten. Zunächst gilt es jedoch, eine Haltung zur digitalen Transformation zu gewinnen und die Themenfelder nachhaltiger Medienpädagogik zu erschließen: erste konzeptionelle Überlegungen zu einem komplexen Aufgabenbereich. | 2020 Gerda Sieben
Tüfteln für den Wandel
Neue Ideen sind gefragt, damit sich unsere Gesellschaft nachhaltig verändert. Die Maker-Szene hat Freiräume geschaffen für kollaborative und kreative Produktionsprozesse. Ob aus Elektroschrott ein Kunstwerk entsteht, kaputte Technik repariert oder beim Hackathon eine Softwarelösung für eines der vielfältigen Probleme rund um Corona gefunden wird – gemeinsam ist der enorm vielfältigen Making-Kultur der Community-Gedanke bzw. das Teilen und Mitmachen. Dieser Artikel bietet unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Aspekte einen Überblick über die Entstehung, die Entwicklung und die Verbreitung der Maker-Szene in Deutschland und beleuchtet die Potenziale von Making für die Jugendmedienarbeit. | 2020 Henrike Boy
Die Lösung vieler Probleme oder das Problem der vielen Lösungen?
Luftverschmutzung, Müllberge, Wohnungsnot – die halbe Welt wohnt heute in Städten, die mit ihren häufig gravierenden Problemen Stoff bieten für die zahlreichen Dystopien in Büchern und Filmen. Für eine lebenswerte Urbanität sollten wir aber mehr Utopie wagen mit realistischen Visionen. Die Stadt der Zukunft hat ein digitales Rückgrat und nutzt Informations- und Kommunikationstechnologie für die Schaffung von mehr Lebensqualität. Haben die „Smart Cities“ das Potenzial für die Transformation zu einer nachhaltigen Welt? Bürgerbeteiligung und ein sicheres Datenmanagement sind Schlüsselfaktoren für das Gelingen eines komplexen Konzeptes. | 2020 Jennifer Krauß, Marielisa Padilla, Tom Hawxwell